Notiz-Editor
Notizen
Der Notiz-Bereich besteht aus zwei zusammenspielenden Ansichten: links die Notiz-Liste mit allen Notizen und rechts der Editor der ausgewählten Notiz. Auf dem iPad und dem Mac siehst du beide Spalten nebeneinander; auf dem Mac kommt links zusätzlich die Modul-Liste als dritte Spalte hinzu, deren Breite sich ziehen lässt. Auf dem iPhone erscheint zuerst die Liste, und ein Tipp auf eine Notiz schiebt den Editor nach. Über den Zurück-Pfeil oben links verlässt du den Notiz-Bereich wieder; auf dem Mac geschieht das stattdessen über die dauerhaft sichtbare Modul-Liste.
Zwei Arten von Notizen
Es gibt zwei Betriebsarten, die sich in der Bedeutung des Datums und im Ablauf beim Anlegen unterscheiden.
Timeslot-Notizen gehören zu einem einzelnen Timeslot und sind an dessen Termine gebunden. Das Datum einer Notiz ist der Termin-Tag, an dem sie entstanden ist; jeder Termin-Tag trägt genau eine Notiz. Der Titel des Editors zeigt darum den Timeslot-Namen und das Termin-Datum.
Modul-Notizen gehören zum gesamten Modul, unabhängig von einzelnen Terminen oder Timeslots. Hier hältst du fest, was das ganze Modul betrifft. Das Datum ist kein Termin, sondern das Änderungsdatum: Es wird bei jeder Textänderung automatisch nachgeführt und lässt sich nicht von Hand setzen. Deshalb sind auch mehrere Notizen desselben Tages möglich.
Aufbau der Notiz-Liste
Die Liste zeigt alle Notizen chronologisch, die jüngste oben. Zur besseren Orientierung sind sie in datierte Abschnitte gruppiert: Später (in der Zukunft datiert), Letzte 7 Tage, danach die Monate des laufenden Jahres (absteigend) und schließlich die zurückliegenden Jahre (absteigend). Nur Abschnitte mit Inhalt erscheinen. Gibt es noch gar keine Notizen, steht dort Noch keine Notizen.
Jede Zeile ist als kleine Karte gestaltet: oben fett die erste Textzeile der Notiz als Titel, darunter das Datum und daneben — sekundär und einzeilig — die zweite Textzeile als Vorschau. Ist eine Notiz noch leer, steht dort Keine Notiz. Die ausgewählte Zeile ist dezent hinterlegt.
Neue Notizen anlegen
Der Plus-Button oben rechts in der Notiz-Liste legt eine neue Notiz an. Der Ablauf hängt von der Art ab.
Bei Modul-Notizen entsteht sofort eine neue, leere Notiz mit dem aktuellen Zeitpunkt als Änderungsdatum; sie wird gleich zum Bearbeiten geöffnet.
Bei Timeslot-Notizen fragt die App nach dem Bezugstermin, weil eine solche Notiz stets zu einem Timeslot-Termin gehört. Fällt der heutige Tag selbst auf einen Termin, wird die Notiz ohne Rückfrage für heute angelegt. Andernfalls erscheint der Dialog Notiz anlegen für welchen Termin? mit dem zuletzt vergangenen und dem nächsten Termin (jeweils mit Datum) sowie Abbrechen. Trägt genau einer der beiden Termine schon eine Notiz, legt die App die neue ohne Rückfrage für den jeweils anderen an. Existiert für den gewählten Tag bereits eine Notiz, wird diese ausgewählt, statt eine zweite anzulegen.
Bearbeiten-Modus der Liste
Der Bearbeiten-Button oben rechts erscheint, sobald es Notizen gibt. In beiden Betriebsarten kannst du darin Notizen löschen — entweder über den Bearbeiten-Modus oder direkt durch Wischen einer Zeile nach links. Bei Timeslot-Notizen wird das Datum jeder Zeile im Bearbeiten-Modus zusätzlich zu einem Datums-Wähler, mit dem du den Termin-Bezug einer Notiz nachträglich korrigierst. Bei Modul-Notizen bleibt das Datum das nicht editierbare Änderungsdatum.
Gelöschte Notizen sind nicht endgültig verloren: Sie wandern in einen Papierkorb des jeweiligen Kontexts. Solange dort etwas liegt, erscheint im Menü Weitere (drei Punkte) der Eintrag Notiz entlöschen, der die zuletzt gelöschte Notiz desselben Kontexts wiederherstellt.
Der Notiz-Editor
Der Editor bearbeitet den rohen Markdown-Quelltext in einer Live-Vorschau: Die Zeile, in der der Cursor steht, bleibt als roher Quelltext sichtbar, während alle anderen Zeilen formatiert dargestellt werden. So siehst du deine Formatierungen wirken, kannst die Markierungen aber jederzeit bearbeiten, sobald du die Zeile betrittst. Gespeichert wird immer der rohe Quelltext.
Beim Öffnen springt der Cursor an die zuletzt in dieser Notiz genutzte Stelle beziehungsweise ans Ende einer neuen oder leeren Notiz, und die Tastatur kommt sofort hoch, sodass du ohne vorheriges Antippen sofort lostippen kannst. Änderst du eine Notiz auf einem anderen Gerät, gleicht die App den Stand über iCloud ab; ein bereits geöffneter Editor übernimmt den eingehenden Text. Die Tastatur schließt du wieder, indem du im Notiztext nach unten wischst — sie folgt dabei dem Finger (wie in Mail oder Nachrichten) und gibt den vollen Bildschirm zum Lesen frei.
Text vor Markdown schützen
Markdown-Zeichen wirken auch mitten im Wort — so lässt sich etwa in don't_give_up der Teil zwischen den Unterstrichen kursiv setzen. Ist das einmal nicht gewollt, schließt du den betreffenden Text in doppelte Prozentzeichen ein: %%don't_give_up%%. Innerhalb von %%…%% bleiben alle Markdown-Auszeichnungen (*, _, ` `, ==, ~~) unangetastet; die %% selbst werden – wie andere Marker – in den formatierten Zeilen ausgeblendet und erscheinen wieder, sobald der Cursor die Zeile betritt. Eine Auszeichnung, die schon **vor** dem öffnenden %% begonnen wurde, wirkt normal weiter: In Hinweis: %%a_b%% ist alles kursiv, während das _ unangetastet bleibt. Hashtags werden innerhalb %%…%%` weiterhin erkannt und farbig hervorgehoben.
Hashtags und Vorschläge
In der Notiz kannst du Hashtags setzen — Wörter mit vorangestelltem #, etwa #done oder #finished. Sie werden durchgehend farbig hervorgehoben, in der formatierten wie in der rohen Zeile, und dienen später als Anknüpfungspunkt für Filter-Auswertungen.
Beginnst du einen Hashtag zu tippen, blendet sich knapp über dem Eingabebereich eine Vorschlagsliste ein. Sie zeigt alle bereits bekannten Hashtags, die zum bisher Getippten passen (Präfix-Vergleich, Groß-/Kleinschreibung egal). Die Vorschläge sind bewusst kontext-weit gesammelt — bei Timeslot-Notizen aus allen Timeslot-Notizen, bei Modul-Notizen aus allen Modul-Notizen sämtlicher Module —, damit du deine Schlagworte konsistent hältst. Ein Tipp auf einen Vorschlag setzt den vollständigen Hashtag ein und stellt den Cursor dahinter. Der gerade selbst getippte Tag erscheint nicht als eigener Vorschlag. Tippst du nach dem # eine öffnende Klammer für ein Attribut (etwa #tag(...)), werden keine Namensvorschläge mehr angeboten.
Links
Ein besonderer Hashtag verlinkt auf eine Webseite: #link(URL|Titel), etwa #link(https://apple.com/de/support|Handbuch). Zuerst steht die URL, nach dem Trennzeichen | folgt der Titel. Gibst du nur eine URL an (ohne |), wird diese selbst angezeigt; gibst du URL und Titel an, erscheint nur der Titel; steht vor dem | keine URL, wird ebenfalls nur der Titel gezeigt. Damit lange Adressen den Text nicht überladen, zeigt der Editor in allen Zeilen außer der gerade bearbeiteten nur diesen Anzeige-Text an — Klammern, die URL und das Trennzeichen | sind dann kaum sichtbar. Sobald der Cursor in die Zeile springt, erscheint der vollständige Tag wieder und lässt sich bearbeiten. Steht der Cursor in einem solchen Link, zeigt sich über dem Eingabebereich der Knopf Link öffnen, der die Adresse im Standard-Browser aufruft. Fehlt beim Adressteil ein Schema, wird https:// automatisch ergänzt. Auch in der Filter-Ergebnisliste erscheinen Links auf ihren Anzeige-Text reduziert.
Mail-Links
Ein #link kann statt einer Webseite auch eine bestimmte Nachricht in Apple Mail referenzieren. Dazu steht im Adressteil eine message:-Adresse, etwa #link(message://%3C…%3E|Betreff). Steht der Cursor in einem solchen Tag, heißt der Knopf über dem Eingabebereich Mail öffnen (Briefumschlag) statt Link öffnen; er holt die zugehörige Nachricht in Apple Mail nach vorn. Das Öffnen der konkreten Nachricht funktioniert zuverlässig nur auf dem Mac.
Am einfachsten legst du einen Mail-Link per Ziehen & Ablegen an: Ziehe eine Nachricht aus Apple Mail in den Editor. An der Ablegestelle entsteht automatisch ein #link(message://…|Betreff), wobei der Betreff der Nachricht als Anzeigetext eingesetzt wird (der Absender lässt sich technisch nicht mitübernehmen; du kannst ihn bei Bedarf im Titel ergänzen). Enthält die Notiz bereits einen leeren Platzhalter #link(), wird dieser befüllt, statt einen neuen Tag einzufügen — die genaue Ablegestelle ist dann unerheblich.
Datei-Links
Ebenso kann ein #link auf eine Datei verweisen. Im Adressteil steht dann eine file:-Adresse, etwa #link(file:///Users/…/Bericht.pdf|Bericht.pdf). Steht der Cursor in einem solchen Tag, heißt der Knopf über dem Eingabebereich Datei öffnen (Dokument-Symbol) statt Link öffnen; er öffnet die Datei mit dem im System hinterlegten Standardprogramm. Lässt sich die Datei nicht öffnen — etwa weil kein passendes Programm installiert ist oder die Datei nicht (mehr) erreichbar ist —, erscheint ein Hinweis-Dialog.
Am einfachsten legst du einen Datei-Link per Ziehen & Ablegen an: Ziehe eine Datei aus dem Finder (oder der Dateien-App) in den Editor. An der Ablegestelle entsteht automatisch ein #link(file://…|Dateiname), wobei der Dateiname als Anzeigetext eingesetzt wird. Gespeichert wird nur der Dateipfad; die Datei selbst wird nicht in die Notiz kopiert und nicht über iCloud übertragen. Ein Datei-Link öffnet daher zuverlässig nur auf dem Gerät, auf dem die Datei liegt (in aller Regel dem Mac).
Notiz-Links
Ein #link kann auch auf eine andere Notiz verweisen — innerhalb desselben Moduls oder über Modul- und Timeslot-Grenzen hinweg. Im Adressteil steht dann eine note:-Adresse mit der eindeutigen Kennung der Zielnotiz, etwa #link(note://…|Seminar – Erste Zeile der Notiz). Als Anzeigetext dient der Modul- bzw. Timeslot-Name zusammen mit dem Titel (der ersten Zeile) der Zielnotiz; er ist eine Momentaufnahme beim Anlegen. Da die Verknüpfung über die Kennung läuft, bleibt der Link auch dann gültig, wenn sich der Titel der Zielnotiz später ändert.
Angelegt wird ein Notiz-Link über die Formatierungs-Toolbar (nur Mac und iPad): Tippe auf das Link-Symbol und wähle im Menü Notiz verknüpfen …. Es öffnet sich ein durchsuchbares Auswahlfenster mit allen Notizen — nach Modul bzw. Timeslot gruppiert und über Titel und Kontext durchsuchbar. Ein Tipp auf eine Notiz fügt den fertigen Link an der Cursorstelle ein; die gerade bearbeitete Notiz steht dabei nicht zur Auswahl.
Steht der Cursor in einem Notiz-Link, heißt der Knopf über dem Eingabebereich Notiz öffnen (Notiz-Symbol). Er wechselt app-weit zur verknüpften Notiz — nötigenfalls in ein anderes Modul oder zu einem anderen Timeslot — und wählt sie dort aus. Wurde die Zielnotiz inzwischen gelöscht, erscheint der Hinweis Notiz nicht gefunden.
Datums-Attribute
Ein Hashtag kann in seinen Klammern ein Datum tragen — dazu beginnt das Attribut mit d, gefolgt von Ziffern: #termin(d0907) steht für den 7. September. Vier Ziffern sind mmtt im laufenden Jahr, sechs jjmmtt und acht jjjjmmtt. Solche Datums-Attribute lassen sich in der Filterzeile auswerten (etwa nach Datum filtern oder sortieren).
Die Filterzeile
Unter dem Editor liegt eine Eingabezeile für Filter-Ausdrücke. Mit ihr durchsuchst und wertest du die Notizen des aktuellen Kontexts aus — etwa alle Zeilen mit einem bestimmten Hashtag oder eine gezählte Kennzahl. Das Feld wächst mit mehrzeiligen Ausdrücken bis zu einer Obergrenze mit; ist es leer, zeigt es den Platzhalter Filter-Ausdruck.
Was »der aktuelle Kontext« dabei umfasst, hängt von der Art der Notizen ab: Bei Modul-Notizen durchsucht und wertet der Filter genau die Modul-Notizen des aktuell geöffneten Moduls aus; bei Timeslot-Notizen ausschließlich die Notizen des aktuell geöffneten Timeslots. Ein Filter greift also stets nur auf den Notiz-Bestand zu, den die Liste links gerade zeigt, und reicht nie über Modul- oder Timeslot-Grenzen hinaus. Das unterscheidet ihn von den bewusst kontext-weit gesammelten Hashtag-Vorschlägen (siehe oben), die sich zur Konsistenz aus allen gleichartigen Notizen sämtlicher Module speisen.
Die Auswertung stößt du mit der Eingabe-/Return-Taste an. Danach wird die Zeile geleert und der Editor teilt sich: Oben bleibt die Notiz, darunter erscheint die Filter-Ergebnisliste, dazwischen ein verschiebbarer Teiler (Splitter), dessen Position pro Gerät gemerkt wird. Die Kopfzeile der Ergebnisliste nennt die Trefferzahl und den auslösenden Filter-Ausdruck; das X schließt die Liste und klappt den Split wieder zu. Liefert der Filter-Ausdruck Trefferzeilen, sind sie mit Datum und formatiert aufgeführt (jüngste zuerst); ein Tipp auf eine Zeile öffnet die zugehörige Notiz oben und springt an den Anfang dieser Zeile. Ein Filter-Ausdruck, der eine Zahl liefert (etwa eine Zählung), zeigt stattdessen den Wert; ein fehlerhafter Ausdruck die Fehlermeldung.
Auch in der Filterzeile werden Hashtags farbig markiert und derselbe Vorschlags-Mechanismus unterstützt dich beim Tippen. Typografische Anführungszeichen wandelt das Feld automatisch in gerade " um, damit Text-Vergleiche im Filter-Ausdruck unverändert erhalten bleiben.
Filter-Historie
Jeder abgeschickte Filter-Ausdruck wird in einer Historie festgehalten, auch fehlerhafte; unmittelbare Wiederholungen desselben Ausdrucks nicht doppelt. Sobald es dort Einträge gibt, erscheinen links neben dem Eingabefeld zwei Pfeile: Der Pfeil nach oben holt ältere, der Pfeil nach unten neuere Ausdrücke zurück in die Eingabezeile. Nach dem letzten Eintrag führt der Pfeil nach unten noch einen Schritt auf die leere Zeile. Das Zurückholen setzt den Ausdruck nur ein — ausgewertet wird weiterhin erst mit Return, sodass du ihn vorher noch anpassen kannst. Mit einer Hardware-Tastatur blätterst du auch per Cursor-hoch/-runter durch die Historie, solange der Cursor in der Filterzeile steht. Bei einem mehrzeiligen Ausdruck bewegen die Tasten zunächst den Cursor im Text; erst in der ersten Zeile wechselt Cursor-hoch zum älteren, in der letzten Zeile Cursor-runter zum neueren Eintrag. Die Historie gilt nur für die aktuelle Sitzung und wird beim Schließen des Notiz-Bereichs verworfen.
Der Papierkorb-Button rechts leert die Zeile mit einem Tipp; er ist bei leerer Zeile ausgegraut.
Benannte Filter
Häufig gebrauchte Ausdrücke lassen sich als benannte Filter dauerhaft sichern. Der Trichter-Button ganz rechts öffnet dafür eine von unten einschwebende Liste. Ein Tipp auf einen Eintrag außerhalb des Bearbeiten-Modus übernimmt seinen Ausdruck in die Filterzeile und schließt die Liste; ausgewertet wird auch hier erst per Return.
Die Liste zeigt zwei Sorten: Standard-Filter, die überall gelten (Globus-Symbol), und die eigenen Filter des aktuellen Kontexts. Diese tragen ein Kontext-Symbol — eine Liste bei Modul-Notizen, eine Uhr bei Timeslot-Notizen — und erscheinen nur in ihrem jeweiligen Kontext. Das Globus-Symbol oben in der Liste blendet die Standard-Filter ein und aus; die Einstellung gilt geräte-individuell und ist standardmäßig aktiv (hervorgehobene Kapsel).
Steht in der Filter-Eingabezeile ein Filter-Ausdruck, erscheint oben ein Plus-Button. Er übernimmt den aktuellen Filter-Ausdruck als neuen benannten Filter des aktuellen Kontexts, schaltet in den Bearbeiten-Modus und setzt den Cursor ins Namensfeld, damit du ihm gleich einen Namen gibst. Im Bearbeiten-Modus lassen sich die Filter umsortieren, umbenennen und — nur die eigenen, nicht die Standard-Filter — löschen; der Trichter je Zeile öffnet dort einen Dialog zum Anpassen des hinterlegten Filter-Ausdrucks. Benannte Filter bleiben dauerhaft erhalten und werden über iCloud zwischen deinen Geräten abgeglichen.